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Flower Power Hippie-Kostüm

Die 60er und 70er Jahre waren schrill, bunt und die Musik bunt gemischt und reichte von Boney M. über Abba und die Bee Gees bis zu den Village People. Das Woodstock-Festival war Publikumsmagnet. Ludwig Erhard, Georg Kiesinger,Willy Brandt und Helmut Schmidt waren die Bundeskanzler dieser Zeit. In Deutschland finden 1972 die Olympischen Spiele in München, zwei Jahre später die Fußballweltmeisterschaft, 1977 beherrscht der Deutsche Herbst die Nachrichten. International endet der Vietnam-Krieg, Kardinal Karol Wojtyla wird Papst Johannes Paul II. und 1979 kommt es zum NATO-Doppelbeschluss. In San Francisco entstand diese Bewegung, die für Frieden und Toleranz, aber auch Freiheit und Unabhängigkeit stand. Diese Bewegung wurde aber schnell zum Massenphänomen, sodass schon 1967 vom Ende der ursprünglichen Bewegung sprechen kann.

Entstehung

Die Jugend stellte sich gegen konservative Vorstellungen der Elterngeneration. Nach der Phase des Wiederaufbaus richtete sich nun das Augenmerk auf materielle Werte, nicht mehr auf Ideelles. Dagegen wandte sich die Jugend. Das ist auch in der Mode erkennbar, die von vor allem aus den USA und England kam. Hier bestimmte die Jugend auch die Mode. Sie sollte vor allem Unabhängigkeit und Freiheitsdrang verkörpern und sichtbar machen. Von der Mode ist es nicht weit zum Faschingskostüm. Was trug Mann beziehungsweise Frau in den 1960er und 1970er Jahren? Viele Details lassen sich da ausmachen, je farbiger und ausgefallener, desto besser. Dazu gehören die Plateauschuhe, Sonnenbrillen mit bunten Gläsern, Kleider und Tücher, Batik, hohe Absätze, Miniröcke oder sehr lange Perlenketten oder Ketten aus Apfelkernen. Außerdem waren lange, weite Röcke, schrille Farben wie pink, gelb oder orange, Stoffe mit großen Mustern, vor allem Blumenmuster, Oberhemden aus Nylon, glänzende Stoffe wie Satin angesagt. Accessoires wie Stirnbänder oder aber die Tunika, Ponchos, gehäkelte Kleidungsstücke oder Fransenwesten gehörten ebenfalls dazu. Wichtig waren auch die Schlaghosen und weit ausgestellte Ärmel. Die Mode war körperbetont, sexy, aber nicht übertrieben und inszeniert. Nackte Beine oder bauchfreie Oberteile waren dabei der Trend der Zeit. Die Frisuren mussten lang und unkonventionell sein, also keine braven Scheitel und nicht zu kurz. Als Vorbilder und Vorlage können hier Abba, die Beatles oder die Stars der Disco-Szene dienen. Einige Details kommen nicht von ungefähr auch folkloristisch daher. Hier dienten vor allem Indianer als Vorbild.

Symbolik

Das Peace-Zeichen als Anhänger ist auch heute noch sehr beliebt und stand ursprünglich für die Antiatomkraft-Bewegung, später generell als Symbol für die Friedensbewegung.

Quellen

Viele dieser Einzelteile bekommt man online im Fachhandel oder bei EBay. Eine gute Quelle ist auch Flohmarkt. Mit etwas Geduld kann man auch in Second-Hand-Shops tolle Stücke oder Accessoires finden. Eine Schlaghose kann man mit etwas Begabung auch gut selbst machen, indem man zum Beispiel eine Jeans an den Beinen aufschneidet und mit einem anderen Stoff weiter macht und wieder einsetzt. Für die obligatorischen langen Haare können Kurzhaarige zu einer entsprechenden Perücke greifen. Auch hier gilt: je auffälliger und schriller die Farbe, desto bester. Vielleicht finden sich auch noch Häkelwesten oder lange weite Kleider im eigenen Kleiderschrank oder im Schrank der Eltern. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt und mit etwas Kreativität kann man sich ein ganz individuelles Kostüm zusammenstellen.

Bilder

Hippiekostüm